Verein für Heimatkunde Merzig e.V.
  

Foto der Woche 2023 (1. Halbjahr)

Foto der Woche vom 26.06.2023

Das Schulgebäude im Jubiläumsjahr (25 Jahre Kreisrealschule) (09.06.1990)

Links der Bau von 1972, jetzt mit Übergang in das Gebäude weiter vorne an der Von-Boch-Straße. Die darunterliegende Eingangstür markierte den Abschluss des alten Gebäude. Alles rechts davon ist später ergänzt worden. Diese Räume tragen heute ebenfalls ein "R" in ihrer Raumnummer. Im zweiten Stockwerk ganz recht befindet sich ein in den Hang geschobener Zivilschutzbunker.



Foto der Woche vom 19.06.2023

Die Kreisrealschule Merzig in der Von-Boch-Straße kurz nach der Fertigstellung (1972)

Dieses Gebäude ist eines der Kernelemente des damals in der Entstehung befindlichen Schulzentrums. Heute ist es eines von vielen Schulhäusern in der Von-Boch-Straße. Die auf dem Foto dargestellt Ansicht existiert heute nicht mehr, da das Gebäude sehr schnell zu klein wurde und nach wenigen Jahren bereits erweitert wurde, unter anderem auch um einen zivilen Luftschutzbunker. Das Ursprungsgebäude ist heute bis auf die Räume im Erdgeschoss ungenutzt, das es nicht mehr den  aktuellen Brandschutzauflagen entspricht. Die Kreisrealschule, seit 1990 Christian-Kretzschmar-Schule, ist mittlerweile vollständig an den Standort in der Von-Boch-Straße 75 umgezogen. Eingezogen sind die Klassen des Oberstufengymasiums und der Fachoberschule der Jean-Francois-Boch-Schule und des entsprechenden Oberstufenverbundes aus Christian-Kretzschmar-Schule und Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule (Beckingen). Von der Vergangenheit als Kreisrealschule zeugen heute noch die Raumnummern im Gebäude, die stets auf ein "R" enden. 

Foto der Woche vom 12.06.2023

Das Oktoberfest erstrahlt im Lichterglanz (Oktober 1979, coloriert)

Passend zur Sommerkirmes am kommenden Wochenende ein Foto vom bunten Kirmestreiben in den 1970er Jahren. Auch in der nächsten Ausgabe unserer Zeitschrift merziger geschichte wird sich ein Artikel mit der Geschichte des Kirmestreibens in Merzig beschäftigen.


Foto der Woche vom 05.06.2023

Sanierung des Seffersbachbereichs (Juli 1980)

Ein weiterer Abschnitt des neuen Seffersbachbettes zwischen Pferde- und Triererstraße wird geflutet. Mit einigen Schläger seiner Schaufel brach der Bagger die provisorische Mauer ein. 


Foto der Woche vom 29.05.2023

Das alte Rathaus mit Kriegsbeschädigungen (um 1945)

Viele Gebäude im Bereich der Merziger Innenstadt wiesen bei Kriegsende Beschädigungen durch Beschuss von leichten Waffen (Maschinengewehren, Bordwaffen von Flugzeugen) auf, die durch Kampfhandlungen und Luftangriffe Ende 1944/Anfang 1945 entstanden. Die meisten dieser Schäden wurden später ausgebessert, doch an einigen Gebäude sind die Spuren des Krieges heute noch zu sehen, z.B. an der Villa Bauer in der Hochwaldstraße.

Foto der Woche vom 22.05.2023

Ein Fernsehteam aus den USA besucht den Wolfspark und interviewt Werner Freund (3. von links, 1980)


Foto der Woche vom 15.05.2023

Schloss Fellenberg in Merzig (1976)


Das Schloss Fellenberg ist ein umgestaltetes, ehemaliges Mühlegebäude direkt am Seffersbach. 1858 wurde es vom Unternehmer und Philanthrop Wilhelm Tell von Fellenberg zu einem Schlösschen umgestaltet, später gehörte es u.a. der Familie von Boch und ist seit 1934 im Besitz des Landkreises. Ab 1980 beherbergte es das damalige Kreisheimatmuseum unter der Ägide des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Merzig-Wadern e.V., bis dieser Ende der 1990er Jahre aufgrund von konzeptionellen Differenzen mit dem Landkreis das Schloss verließ. Seitdem ist das Museum Schloss Fellenberg eine Veranstaltungsort mit verschiedenen Schwerpunkten, u.a. mit einem eigenen Archiv. 


Foto der Woche vom 07.05.2023

Abriss des Eden-Theaters in der Triererstraße in Merzig, Blick von der heutigen Straße "Im Senkelchen" (1978)


Durch die fehlende Fassade blickt man in die Altstadt, u.a. auf das Gebäude "Zum kleinen König" (nur Dach) und auf das höhere Gebäude, in dem sich heute das Kosmetikinstitut "The Extraordinary" befindet (vormals u.a. Rote Zora).
Das Eden Theater war ein Kino und Veranstaltungssaal mit über 500 Plätzen und war eines von zwei großen Kinos in Merzig (siehe Foto der Woche vom 13.02.2023)


Foto der Woche vom 01.05.2023

Ecke Fischerstraße/Am Seffersbach (vormals Bachstraße) im Jahr 1983


Die Häuser im Vordergrund wurden kurz darauf abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, sodass der heutige Straßenverlauf nicht mehr rechtwinklig ist, sondern eine Kurve beschreibt.




Lokilech/Wikimedia Commons unter Creative Commons Lizenz


Foto der Woche 24.04.2023

Baureifmachung des früheren Geländes der Firma Bims Beton, vormals Bauer&Rieff, für den Neubau der Firma Villeroy&Boch (Mai 1989)


Foto der Woche vom 17.04.2023

Neubau des Bürgerhaus Besseringen (1974)


Foto der Woche vom 10.04.2023

Blick in die untere Poststraße (1957)

Dieses undatierte Foto ließ sich durch den Neubau der Saarländischen Kreditbank datieren. Diese wechselte laut Geschäftsbericht im Jahr 1957 von ihren bisherigen Geschäftsräumen in der Poststraße 25 (heute Fielmann, davor u.a. Hypovereinsbank) in den Neubau. Die Bank gehörte damals bereits zur Deutschen Bank, deren Filiale sich heute noch an der Poststraße 5 befindet. Diese Filiale wird am 9. Mai 2023 schließen. Daneben das ehemalige Gebäude des Hotel Hoffmann, umgenutzt als Schuhhaus Seiwert, heute durch einen Neubau (Woolworth) ersetzt. 


Foto der Woche vom 03.04.2023

Erstes Müllfahrzeug der Kreisstadt Merzig (1959)

Das Fahrzeug wurde am 28.10.1959 ausgeliefert und kostete damals stolze 47.643 D-Mark. Inflationsbereinigt entspräche das einem heutigen Kaufpreis von 244.172€.

Es handelt sich bei dem Müllfahrzeug um einen KUKA-Müllwagen auf Mercedes-Benz Basis. Heute ist KUKA vor allem für Roboter im Automobilbau bekannt. Es dürfte sich um das Modell zur Schüttung von zwei Zylindertonnen handeln.



Foto der Woche vom 27.03.2023

Blick in die obere Poststraße (ca. 1936).

Am linken Rand das Gebäude der ehemaligen Kafferösterei Zimmer, daneben die Klemperei Paul Gerber (heute Hundesalon). Daneben Wäscherei, Färberei und Tuchwaren August Scholl (damals Hausnummer 68, heute Hausnummer 59). Im hohen Gebäude daneben, heute Postraße 61/63, war bis vor wenigen Jahren unter anderem das Modegeschäft Christine Otto untergebracht, zuvor war es bis Ende der 1930er Jahre das Haushaltswarengeschäft Becker, ab Anfang der 1960er Jahre eine Eisenwarenhandlung. Heute befindet sich in der rechten Hälfte des Doppelhauses eine Spielothek.

Foto der Woche vom 20.03.2023
Die Baumschule Fey & May in der Trierer Straße (damals Trierer Allee) (1959), Blickrichtung Stefansberg/Schinkenloch. Die Baumschule wurde Ende der 1950er Jahre errichtet und bestand bis Ende der 1990er Jahre. Zuletzt besaß die Baumschzule Flächen auf der Ell. Seit 2002 steht der Stelle des abgebildeten Gebäudes der Aldi-Markt. Auf dem ehemaligen Baumschulgelände wurde in diesem Zusammenhang das Gewerbe- und Wohnviertel "Im Kieselgarten" ausgewiesen.

Foto der Woche vom 13.03.2023

Die letzten Gebäude des ehemaligen Gaswerks vor dem Abriss (Oktober 1976)

Blick entlang der heutigen Straße "Am Gaswerk" Richtung Gutenbergstraße, entgegengesetzt der heutigen Fahrtrichtung auf der Südkerntangente. Der Fotograf steht etwa in Höhe des heutigen Finanzamts. Alle Gebäude des Gaswerks sind heute abgerissen, auf dem Gelände befindet sich die Zentrale der Stadtwerke Merzig. 

Auf dem Foto fehlen Bereits die großen Gastanks, die nach 1953 abgerissen wurden. Das profane Gebäude mit den Fensterläden im Hintergrund ist auch heute noch Teil des städtischen Baubetriebshofs und stammt aus den 1950er Jahren. In Zukunft wird dieses Areals umgestaltet werden, da der Bauhof ein neues Betriebsgebäude nach aktuellen Anforderungen erhält, welches außerhalb der beengten Innenstadtlage errichtet wird.


Foto der Woche vom 06.03.2023

Gutshof Wiesenhof (1965, Foto-Bohrer, Besseringen)

Erstmal urkundlich erwähnt wurde der Wiesenhof bzw. der Turm von Gut Wiesenhof im 16. Jahrhundert. Im frühen 19. Jahrhundert wurde das Gelände von der Familie des Landrats Freiherr Constantin von Briesen erworben, der ihn ab 1932 zu einem Zuchtgestüt für Edelpferden umbauen ließ. Diese Nutzungsphase dauerte bis 1870. Für die zweite Nutzungsphase ab 1875 wurde er von der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Merzig angekauft, da die am Kieselberg vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen für die Versorgung der Patienten nicht ausreichte. Zeitweilig war die damalige Landesnervenklinik der größte landwirtschaftliche Betrieb der Kernstadt. 


Mitte der 1960er Jahre war dann die Verwaltung von Drahtcord im Wiesenhof untergebracht, nachdem die Landesnervenklinik keine Verwendung mehr für die Gebäude hatte. Nach dem Neubau der Drahtcord-Fabrik und deren Verwaltung änderte sich das Gesamtbild der Merziger Saar-Aue sehr. War der Wiesenhof früher ein solitäres Ensemble findet er sich heute eingepfercht zwischen Gewerbebetrieben und Fabrikhallen. So stand er zunächst knapp 20 Jahre lang leer, bis sich die Gebrüder Hartge mit ihrer Firma Carlsson auf dem Gelände niederließen. Mit dem Verkauf des Unternehmens ging der Wiesenhof zunächst in Besitz von fernöstlichen Investoren über. 


Seit 2016 befindet sich der Wiesenhof im Besitz von Armin Streit (Streit-Gruppe Häuslicher Pflegedienst) und wird als Event-Location vermarktet: https://www.gutwiesenhof.de/



Foto der Woche vom 27.02.2023


Siedlung in der Schlachthofstraße  (um 1958) 

Die Baracken in der Schlachthofstraße standen auf dem Gelände des heutigen Raiffeisen-Lagers. Sie wurden Anfang der 1920er Jahre erbaut. Zwischen den Baracken und dem Schlachthof befand sich die Müllkippe. Die Lebensumstände der Baracken-Bewohner waren äußerst hart. 
Bemerkenswert ist der zwischen Bahntrasse und Baracken verlaufende Weg, der durch die Überbauung der letzten Jahrzehnte allenfalls erahnt werde kann. Er war einseitig von Bäumen gesäumt. Der unmittelbar hinter der Bahnbrücke an der Straße "Zum Schlachthof" hinter den ehemaligen Penny-Markt abzweigende Weg ist ein Überbleibsel davon, die Bäume gibt es nicht mehr.  1958 wurden die Baracken schließlich abgerissen. 


Foto der Woche vom 20.02.2023


Neubau der Kreisstraße zwischen Dörrmühle, Mondorf und Silwingen (1937)

Der Neubau der Straße war eine geförderte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des NS-Regimes aus dem Programms 1935, welches nach der Rückgliederung des Saargebiets durchgeführt wurde. Die 5,3 Kilometer lange Straße kostete 447.158 Reichsmark, wovon der Kreis Merzig als Träger der Maßnahme 141.835 RM zu leisten hatte. Weitere 227.323 RM waren staatliche Förderung, der Rest wurden dem Kreis als Darlehnen gewährt.  

Der Bau wurde im September 1937 fertiggestellt. Zum selben Bauprogramm gehörten auch die Straßen Biringen-Silwingen sowie Mettlach-Saarhölzbach. 

Die oben genannten Straßen spielten eine entscheiden Rolle in den Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten, unter anderem als Aufmarschweg Richtung Reichsgrenze bzw. im Falle von Mettlach-Saarhölzbach als vorbereitende Maßnahme für den Bau der Westwall-Anlagen entlang der Saar ab 1938. 

  • Mondorf_Silwingen (1)
  • Mondorf_Silwingen (2)
  • Mondorf_Silwingen (3)
  • Mondorf_Silwingen (4)